Vita

Die Freiheit, die man sich durch die Malerei erarbeitet ist unerschöpflich

Die Eindrücke der Zeit, globale, politische und sozial relevante Prozesse, private Momente und Gedanken in die bildliche Welt der Malerei zu konvertieren und auf der Leinwand festzuhalten, ist der Treibstoff für meine Arbeit.

Hierbei, neue Materialien zu verwenden, zu experimentieren und sich in den unendlichen Weiten der Malerei zu bewegen, wo es keine Grenzen, keine Vorurteile, keine Gewalt, keine Unterdrückung, keine Gier nach Macht und keine Korruption gibt.

Meine Aufgabe als Künstler ist es, die Probleme und Herausforderungen unsere Zeit mit malerischen Mitteln darzustellen, Hinweise und Denkanstösse zu geben, eine Meinung und einen Standpunkt zu vertreten, um so die Werte von Anstand und Demokratie, weiter in der Gesellschaft am Leben zu halten.

„Es ist etwas einzig Artiges, alle Gedanken die man in sich trägt durch die Malerei auf einem Bildträger für mich und alle Betrachter sichtbar zu machen“.

1979 - 1992

Schulausbildung

1993 - 1995

Industriekaufmann

1994 - 2001

Leistungssportler, Teilnahme an zwei Olympischen Spielen, Atlanta und Sydney. Weltmeister, Mehrfacher Weltcupsieger, Europameister und Deutschermeister.

2001 - 2004

Studium klassische und moderne Malerei. Schwerpunkt Maltechnik und Kompositionslehre am Artcollege bei Angelika Khan-Leonhard.

2002 - 2005

Arbeitsaufenthalte und Mitarbeit im Atelier von Eberhard Münch in Wiesbaden. Wandmalerei + Gestaltung im öffentlichen Raum und Rauminstallationen.

2003 - 2004

Malerei staatliche Kunstakademie Karlsruhe bei Prof. Franz Ackermann.

2005

Atelier für Malerei in Schluchsee-Fischbach.

Leben

Einige Tage nach der Geburt in Freiburg ging es in die Winterlandschaft des Hochschwarzwalds, wo Daniel sein Heim im Elternhaus am Schluchsee bezog.

Die unbeschwerte Kindheit war von der weiten rauen Natur des Hochschwarzwaldes und der sehr freiheitliche unkonventionellen Erziehung seiner Mutter geprägt. Sehr viel Zeit verbrachte er bei seinem in unmittelbarer Nachbarschaft lebenden Patenonkel Architekt Georg Krafft.

Das Schönste war für Daniel, das Abenteuer und die Entdeckungen in der weiten Natur und die unstillbare Freude an der Bewegung. Seinem Großvater Hermann Leonhard, Forstpräsident a. D. begleitete Ihn oft und gerne bei seinen Streifzügen durch die Wälder des Schwarzwaldes. 

Die Mutter Angelika Khan-Leonhard, Malerin, studierte an der Kunstakademie in Freiburg (Außenstelle der Kunstakademie Karlsruhe) und in Ravenna, Italien. Danach arbeitete sie in ihrem Atelier, in Freiburg und Schluchsee mit dem Schwerpunkt Kunst am Bau und Malerei.

Gründung des ARTcollege A.Khan-Leonhard. Gertrud Leonhard, geb. Püttmann aus Schwelm, Westfalen, die Großmutter, studierte am Bauhaus Dessau. Ihre Schwerpunkte waren die Portraitmalerei und Kunst am Bau. Daniel findet sich in der dritten Generation als Künstler wieder.

Der Vater Rafi, Politologe, arbeitete als Dozent für Politologie und neue Geschichte an der Schiller International Universität in Heidelberg.

Atelier

Olympische Erfolge

Schon früh im Alter von 8 Jahren stand für Daniel der Entschluss fest: „Ich werde an den Olympischen Spielen teilnehmen“ Der Satz, der wohl von jedem Jungen der einmal im Schulsport mehr als zwei Tore in einem Spiel geschossen hat, gerne über die Lippen kommt, war für Daniel Programm. 

Image

Schon früh während der Schulzeit wurde er regelmäßig zu Sichtungslehrgängen der Fußball- und Langlaufauswahl eingeladen. Im Alter von vierzehn Jahren nach dem Sieg der Jugendlandesmeisterschaften im Sportschießen und der 1988 Nominierung in den Landeskader Baden-Württemberg ging es dann sehr schnell in seiner sportlichen Karriere voran. Aufstieg in die Juniorennationalmannschaft, mehrfacher Deutscher und Europameister. Aufstieg in die A- Nationalmannschaft. Es folgten danach mehrere Europameister-Titel, Weltcupsiege und 1998 der Weltmeistertitel in Barcelona.

Das Große Ziel: Teilnahme an Olympische Spielen erfüllte sich 1996 mit der Teilnahme in Atlanta und 2000 in Sydney und wurde mit der Finalteilnahme abgeschlossen. Nach über 12 Jahren Leistungssport stand der Entschluss für Daniel fest, dass neue Ziele definiert werden müssen. Zwei Möglichkeiten standen im eigenen Interesse zur Auswahl. Ein Studium der Malerei oder das der Betriebswirtschaft.

Die Freude an Farben, Bildern, Museums- und Galeriebesuchen in der ganzen Welt, aktive Mitarbeiten während der Freizeit im Atelier seiner Mutter, die Kunst als ständiger Lebensbegleiter hat ihn so sehr in ihren Bann gezogen, dass der Entschluss nach dem Leistungssport feststand:
„Ich werde Künstler“.

1993

Vize-Weltcupsieger München
Vize-Europameister Tschechische Republik
Mannschafts-Europameister mit Weltrekord Team

1994

1. Platz Weltcupsieger Peking
4. Platz Weltcup Barcelona
2. Platz Weltcup Finale München

1995

Europameister Mannschaft Zürich Team
Einzel 7. Platz
4. Platz Italien Weltcup

1996

Olympiateilnehmer 1996 Atlanta
8 Platz Finalteilnahme
5. Platz Weltcupfinale 

1997

Europameister Finnland Team
Einzel 5. Platz

1998

3. Platz Weltcup Mailand
Vizeweltmeister Barcelona
Mannschaftsweltmeister Barcelona
1. Platz Weltcup Finalsieger Zürich

1999

Europameister Bordeaux Frankreich Team
Einzel 5. Platz
6. Platz Weltcup Korea

2000

3. Platz Weltcup Sydney
1. Platz Weltcup Atlanta
Grandprix Sieger Tschechien
Deutscher Meister
Olympiateilnehmer Sydney
10. Platz Top 10 der Welt

"Zwischen Pinsel und Pistole – die zwei Leben des Daniel Leonhard"

von Johannes Bachmann für die Badische Zeitung am 29. April 2020

Daniel Leonhard war Weltmeister mit der Olympischen Schnellfeuerpistole und vor 20 Jahren in Sydney im Zeichen der Ringe am Start. Heute ist der 48-Jährige Maler in seiner Heimat Schluchsee-Fischbach.

© Fotos: Reinhard Berg